Aktuelles & Informationen

Die normativen Anforderungen an Spielzeug mit Schnüren wurden umfangreich geändert.

Mehr dazu im Projektbericht der MÜ Hessen.

 

 

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Für ihre Sicherheit

Ältere Veröffentlichungen und Projekte

Gefährliche Inhaltsstoffe in Spielzeug

 

Aufgrund der aktuellen Geschehnisse (Rückrufaktionen Mattel) hat die hessische Arbeitsschutzverwaltung in den Monaten November und Dezember 2007 eine Schwerpunktaktion zur Sicherheit von Spielzeug durchgeführt. Ziel dieser Aktion war die Überprüfung der Einhaltung der Anforderungen der Spielzeugrichtlinie bezüglich der Migration von bestimmten Elementen (Blei, Cadmium, Chrom, Barium, Antimon, Arsen, Merkur, Selenium) aus Spielzeug-materialien anhand der Spezifikationen der DIN EN 71.3.

Die Aktion umfasste eine breite Palette an Spielzeugen unterschiedlicher Produktgruppen und Materialien in allen Preislagen.

 

Die Probenauswahl und Probennahme erfolgte hessenweit durch die Vollzugsdezernate der Regierungspräsidien  Darmstadt, Gießen und Kassel in Zusammenarbeit mit dem Fachzentrum für Produktsicherheit und Gefahrstoffe beim RP Kassel. Zur Probenauswahl wurde vor Ort ein mobiler Röntgenfluoreszenzanalysator eingesetzt. Mit Hilfe des Röntgenfluoreszenzanalysators (RFA) wurden verschiedene Inhaltsstoffe in Spielzeugen ermittelt. Spielzeuge, für die so ein Anfangs-verdacht bezüglich der enthaltenen Inhaltsstoffe bestand, sind dann zur weiteren chemischen Analyse in das Gefahrstofflabor des Fachzentrum für Produktsicherheit und Gefahrstoffe in Kassel gegeben worden. Hier wurde dann ermittelt ob die Grenzwerte nach DIN EN 71-3 für die Migration von verschiedenen Elementen aus Spielzeugmaterialien eingehalten sind.

 

Insgesamt wurden 441 verschiedene Spielzeuge vor Ort mit Hilfe des RFA bezüglich der Inhaltsstoffe überprüft. Damit war diese Aktion einer der Größten Aktionen die je im Spielzeugbereich in Deutschland durchgeführt wurden. Bei 56 Spielzeugen wurde ein Anfangsverdacht ermittelt. Zwei dieser Spielzeuge waren so hoch belastet, dass sie aus dem Verkehr gezogen werden mussten.

 

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Die Mängelquote im Hinblick auf die Belastung mit Schwermetallen ist relativ niedrig. Sie liegt bei 0,45 %. Das Produktsegment scheint damit nicht ganz  so problematisch zu sein, wie es in den Medien in der zweiten Jahreshälfte des vorigen Jahres dargestellt wurde. Trotz der verhältnismäßig großen Zahl überprüfter Produkte kann dennoch nicht ausgeschlossen werden, dass belastete Spielzeuge in Verkehr gelangen. Die Stichprobe ist im Verhältnis zur Gesamtzahl der im Markt befindlichen Spielwaren einfach zu gering.

 

Eine weitere im zweiten Quartal 2008 durchgeführte Aktion erbrachte nahzu identische Ergebnisse.

  • 461 verschiedene Spielzeuge wurden vor Ort mit Hilfe des Röntgenfluoreszenzanalysators bezüglich der enthaltenen Inhaltsstoffe überprüft,
  • bei 46 Spielzeugen wurde ein Anfangsverdacht ermittelt (auffällige Mengen von verschiedenen Inhaltsstoffen, wie z.B. Blei, Cadmium, Chrom, Barium),
  • für die 46 Spielzeuge mit Anfangsverdacht wurden 97 chemische Analysen durchgeführt (bei einem Spielzeug können mehrere Elemente und unterschiedliche Materialien und Farben auffällig sein),
  • bei drei der 46 analysierten Spielzeuge wurde eine Grenzwertüberschreitung nach DIN EN 71-3 für das Element Blei ermittelt,
  • bei einem der 46 analysierten Spielzeuge wurde eine Grenzwertüberschreitung nach DIN EN 71-3 für das Element Barium ermittelt.