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Für ihre Sicherheit

Überprüfung von mundbetätigtem Spielzeug

 

mundbetätigtes Spielzeug.PNG "Spielzeug, das offensichtlich zur Verwendung durch Kinder unter 36 Monaten bestimmt ist, seine Bestandteile sowie seine abnehmbaren Teile müssen so groß sein, dass sie nicht verschluckt oder eingeatmet werden können. Dies gilt auch für anderes Spielzeug, das dazu bestimmt ist, in den Mund genommen zu werden, sowie für dessen Bestandteile und ablösbaren Teile.“

Mit dieser Sicherheitsanforderung der „neuen“ Spielzeugrichtlinie (RL 2009/48/EG) werden die Anforderungen an Spielzeug, das dazu bestimmt ist, in den Mund genommen zu werden, mit den Anforderungen an Spielzeug für Kinder unter 36 Monaten gleichgesetzt.

 

Im Rahmen des hessischen Schwerpunktprojektes 2012 „Mundbetätigtes Spielzeug“ sollte überprüft werden, ob die verschärften Anforderungen der Spielzeugrichtlinie 2009/48/EG an mundbetätigtes Spielzeug, d.h., dass Spielzeug muss  zur Verwendung in den Mund genommen werden, bei den derzeit am Markt vorhandenen Spielzeugen eingehalten werden.

Um einen Überblick zur Marktsituation zu erhalten, wurden Spielzeuge möglichst unterschiedlicher Produktkategorien wie Spielmusikinstrumente (Trompete, Mundharmonika), Pfeifen, Tröten, Mundstücke für Ballons, ballonangetriebene Fahrzeuge, und Partyartikel (Luftrüssel, Pustestifte) überprüft.
Insgesamt wurden 25 unterschiedliche Spielzeuge aller Preisklassen aus dem gesamten Handelsspektrum ausgewählt. Die Probennahmen erfolgten in Fachgeschäften, Sonderpostenmärkten, Fachabteilungen in Kaufhäusern und bei Discountern. An jedem Prüfmuster wurden verschiedene Prüfungen durchgeführt, um zu ermitteln, ob Teile am Spielzeug vorhanden sind oder entstehen, die verschluckbar sind oder eingeatmet werden können.
Als Ergebnis ist festzuhalten:

17 (68%) der im Rahmen des Projektes überprüften Spielzeuge erfüllen nicht die ausgeweiteten Anforderungen der „neuen“ Spielzeugrichtlinie an diese Produktgruppe. Dieses Ergebnis zeigt deutlich, dass bei einem Großteil der derzeit am Markt befindlichen mundbetätigten Spielzeuge die neuen Anforderungen noch nicht ausreichend berücksichtigt worden sind. Es besteht somit dringender Handlungsbedarf bei den Herstellern dieser Produkte.

Im Rahmen der Überprüfungen sind zudem Widersprüche und unklare Regelungen in der Norm deutlich geworden (bestimmte Prüfungen sind nicht ausreichend berücksichtigt, Ausnahmen sind nicht nachvollziehbar, Regelungen sind nicht eindeutig anwendbar). Mit Abschluss des Projektes werden diese Erkenntnisse an den zuständigen Normenausschuss übersandt, um die Norm zu konkretisieren.

Die Marktüberwachungsbehörden haben bei den in Hessen ansässigen Wirtschaftsakteuren die entsprechenden Maßnahmen ergriffen. Wenn der Hersteller oder Importeur des Produktes nicht in Hessen ansässig war, wurde die zuständige Behörde über das ICSMS-System informiert.

 

Den vollständigen Bericht finden Sie hier: